Bauvorschlag mivoc HCM-12 T

Sehr geehrte Damen und Herren Entwickler,

habe vor einen Sub mit diesem Chassis und dem Thommessen Protheus 2.0 zu bauen, er darf aber ein wenig größer werden (ca. 45-65 l netto incl. Kammer für das Aktivmodul) als euer Vorschlag. Ist das empfehlenswert bzw. wie ändert sich der Tiefgang (-3db/-8db-Punkt) und die Sauberkeit der Baßwiedergabe? Lege Wert auf Tiefbaßausbeute und Präzision, max. Lautstärke ist eher sekundär.

Vielen Dank im voraus für eure Hilfe!

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Betzenhauser
Betriebswirt/VWA

Sehr geehrter Herr Betzenhauser.

Ich habe inzwischen Gelegenheit gehabt, den HCM 12 T in einem 50 Liter Gehäuse zu testen. Die beiden wichtigsten Messergebnisse sind beigefügt. Die Resonanzfrequenz sinkt nochmal (verglichen mit dem 35 Liter Gehäuse) um ca. 4 Hz und die Güte auf ca. 0.5 (aus der Impedanzmessung berechnet). Der Frequenzgang mit und ohne AM 120 findet sich im zweiten Diagramm. Mit der Basskorrektur des AM 120 ergibt sich nur ein geringer Unterschied zum 50 Liter Gehäuse. Bei 30 Hz wird etwas weniger Pegel erzielt, dafür geht es minimal tiefer. Mit z. B. dem Thommessen Modul (Proteus 2.5 bzw. 2.0) kann der Frequenzgang knapp unter 30 Hz nochmal um max. 2 dB angehoben werden (max. Regelbereich des Thommessen Moduls). Damit dürfte die untere Grenzfrequenz im Bereich von 27 oder 28 Hz liegen. Mehr ist dann wohl auch in grösseren (geschlossenen) Gehäusen nicht drin. Von der Basswiedergabe her ist die Beurteilung nicht ganz einfach. Im grossen und ganzen ist eigentlich kein Unterschied zu hören. Das dürfte unter anderem daran liegen, das im Bereich zwischen 27 und 30 Hz nicht mehr so viel zu finden ist. Empfindlicher bei grösseren Lautstärken ist ist der HCM 12 T im grösseren Gehäuse schon ein wenig. Besonders auf selbst die kleinste Undichtigkeit reagiert er dann relativ allergisch. Das ist schon bei 35 Liter Volumen nicht ganz unkritisch, 50 Liter machen das leider nicht besser. Daher ist ein besonders luftdichter Einbau erforderlich. Allerdings
reagieren so auch die meisten anderen Chassis, die einen sehr grossen Hub ausführen müssen, in geschlossenen Gehäusen bei Frequenzen unter 40 Hz ähnlich.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Kapp
(webmaster Ilmag)

Impedanz mivoc HCM-12 T im geschlossenen 50 Liter Gehäuse

Frequenzgang HCM-12 T im geschlossenen 50 Liter Gehäuse, ohne und mit Basskorrektur + 4 dB bei 32 Hz (AM 120)

Agressor 5000

An die geehrte Redaktion von Ilmag,

Ich bin ein Hifi-Fan aus Holland. Ich habe eine Frage über die vorgestelten Gehäuse für den Magnat Agressor in Ihrem Artikel. Letztens habe ich einem Agressor 5000 gekauft zur Verwendung in meinem Home-Cinema. In dem beigefügtem Prospekt stand eine Abbildung fur ein Gehäuse. Was aber fehlte, war eine Beschreibung vom Klangkarakter dieses Gehäuses. Von da her war ich sehr froh Ihren Artikel mit Gehäuse-Simulationen zu lesen. Da ich den Agressor fur Zuhause benutzen möchte,  will ich mir das 400 Liter Gehäuse bauen lassen. Da kamen bei mir aber noch einige Fragen auf:

1. Welchen Durschmessert und Länge haben die Bassreflexrohre, und wieviele Rohre werden eingesetzt?
2. Die 400 liter sind Netto (Vb), aber wieviel Liter muss ich noch dazu rechnen für Woofer und Reflexrohre?
3. Wie geht das mit der Basskorrektur 23 Hz, +3 dB, -f3 = 20 Hz ? Wird die Basskorrektur mit dem Gehäuse gemacht oder eine Korrektur durch Filter usw.?

Ich würde mich sehr freuen über eine Antwort.

Mit freundlichen Grüssen aus Holland,

Roger Muys

 

Sehr geehrter Herr Muys.

1. Für das 400 Liter Gehäuse sind zum Beispiel 4 Rohre mit je 10 cm Innendurchmesser und 30 cm Länge notwendig. Das entspricht einer Fläeche von (4 x 78,5 cm²) 314 cm². Auch ein Kanal aus Holz mit 314 cm² Fläche und 30 cm Länge kann verwendet werden. Das Ergebnis ist das gleiche, allerdings gibt es in einem Holzkanal meistens weniger Nebengeraeusche. Daher ist ein Holzkanal in der Regel die bessere Lösung.

2. Fuer den woofer sind wohl ca. 15 Liter zu rechnen, beim Kanal wird einfach dessen Volumen abgezogen.

Bei einem runden Kanal: (Durchmesser / 20)² x 3.14159 x (Länge/10) mit Durchmesser und Länge in cm; durch 10 wird in der Formel für die Umrechnung auf Liter geteilt, die 20 ergibt sich aus der Umrechnung auf Liter und der Umrechnung auf Radius (= Durchmesser/2).
Gibt es mehr als einen Kanal, ist das Ergebnis noch mit der Anzahl zu multiplizieren.

Bei einem rechteckigen Holzkanal einfach Breite x Höhe x Länge in dm (= cm / 10)

3. Die Basskorrektur wird am besten durch ein aktives Filter realisiert. Es gibt verschiedene Verstärkermodule mit einstellbarer Basskorrektur, z. B. von Thommessen das Proteus 2.5 . Am Aktivmodul kann dann die Frequenz und die Stärke der Korrektur eingestellt werden. Ausserdem kann eine aktive Weiche mit Basskorrektur verwendet werden, wenn schon ein Verstärker zur Verfuegung steht. So etwas gibt es auch bei Thommessen. Die Weiche heisst Subway X und bietet alle Einstellmöglichkeiten, aber ohne Verstärker. Die Thommessen Homepage mit weiteren Informationen finden Sie unter www.thommessen.de .

Das 400 Liter Gehäuse ist theoretisch ideal, aber ev. macht der Agressor in nur 300 Litern mehr Spass, da er dann vielleicht etwas dynamischer klingt. Prinzipiell kann man das sehr einfach ausprobieren, in dem das Gehäuse z. B. mit einer Abtrennwand auf 300 Liter reduziert wird. Der Kanal bleibt gleich, die Basskorrektur wird auf 25 Hz angehoben, die untere Grenzfrequenz steigt um etwa 2 Hz an.

Mit freundlichen Grüssen

Michael Kapp

(webmaster ilmag)

Mails bitte an webmaster@ilmag.de

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